Die Zukunft von Winterthur nicht dem Zufall überlassen 

Winterthur hat eine Regierung verdient, die mit Einsatzbereitschaft und Gestaltungswillen die Herausforderungen angeht, die in den kommenden Jahren auf uns zukommen. Sei es in der Stadtentwicklung, für bezahlbare Wohnungen, in der Energie- und Verkehrspolitik, beim Einsatz für ein aktives Quartierleben oder für ein vielseitiges, lebendiges Kulturangebot: Wir können Winterthur gemeinsam zu der Stadt machen, die wir uns wünschen: Eine selbstbewusste, zukunftsgerichtete Stadt mit hoher Lebensqualität und Raum für Innovation.

Bezahlbare Wohnungen fördern

Als langjährige Gemeinderätin und derzeitige Präsidentin der gemeinderätlichen Kommission für Bau und Betriebe (BBK) weiss ich, wie wichtig eine aktive Stadtentwicklung ist, welche die Bedürfnisse der Menschen ins Zentrum stellt. Es mangelt nicht an Luxuswohnungen und Parkplätzen, sondern an bezahlbaren Wohnungen und Gewerberäumen sowie einer vorausschauenden Verkehrsplanung.

Seien es Planungsgebiete wie das Rieterareal in Töss oder das freiwerdende Obertor-Areal: Es ist Aufgabe der Regierung Entwicklungsstrategien zu entwerfen und die nötigen Prozesse unter Einbezug der Bevölkerung aufzugleisen. Ich möchte im Stadtrat und als Stadtpräsidentin Verantwortung dafür übernehmen, dass mit einer langfristigen Planung die Entwicklung von Winterthur nicht einfach dem Zufall überlassen wird. So können neben günstigen Mieten auch die Voraussetzungen gelegt werden, um innovative Arbeitsplätze zu schaffen. Beim Werk 1 habe ich als Gemeinderätin tatkräftig mitgearbeitet, dass eine Lösung gefunden werden konnte, die punkto Energiebilanz, Durchmischung und Lebensqualität überzeugt. Diese Erfahrung möchte ich bei zukünftigen Projekten einsetzen.

Engagement in den Quartieren stärken

Je grösser eine Stadt ist, umso wichtiger ist es, die Quartiere mit Kulturräumen und Treffpunkten zu beleben. Nur wenn die Stadt in den Quartieren präsent ist, können die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung wahrgenommen werden. Dazu braucht es einen ernst gemeinten Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik, Verwaltung und Bevölkerung. Und nicht die aktuelle Hinhalte-Politik des bürgerlichen Stadtrats bei Anliegen aus den Quartieren. Wie wichtig ein solcher Dialog ist, wurde mir nicht nur bei meinem erfolgreichen Engagement für eine verkehrsberuhigte Bachtelstrasse zu Anfangszeiten meines politischen Engagements bewusst. Sondern auch aktuell im Rahmen meiner Aktivitäten als Töss-Bewohnerin für die Tösslobby. Im Stadtrat möchte ich auf eine erfolgreiche, wertschätzende und vertrauensbildende Zusammenarbeit mit den Quartieren setzen, wie ich sie erlebt habe.

Kulturelles Schaffen unterstützen

Freiwilliges Engagement prägt auch das kulturelle Schaffen in unserer Stadt. Seit jeher ist Winterthur als Kulturstadt mit einer Ausstrahlung weit über die Region hinaus bekannt. Um das zu bleiben, müssen wir dafür sorgen, dass der bunte Mix im kulturellen Angebot bestehen bleibt. Als ruchbar wurde, dass der Stadtpräsident und die Standortförderung Studien für einen Abbruch des Theaters vorantrieben, engagierte ich mich mit Erfolg für den Erhalt des Theaters. Zwar war die Aufregung umsonst, doch die Unsicherheit war gestreut und klingt bis heute nach. Gerade im Bereich der Kultur ist Verlässlichkeit zentral. Die Stadt muss für die Kulturschaffenden in Winterthur ein verlässlicher Partner sein, insbesondere, wenn es darum geht, im Rahmen von Subventionsverträgen und Leitbildern einen rechtlichen Rahmen zu setzen.

Winterthur gestalten statt verwalten

Nach einer einschneidenden Umbruchphase, die Winterthur zu einer vielseitigen Bildungs- Kultur-, Arbeits- und Wohnstadt gemacht hat, ist es wichtig, dass sich die Stadt weiterentwickeln kann. Dafür braucht es Entschlossenheit, Mut und Gestaltungswillen. Zusätzlich zu den Aufgaben, Winterthur gemeinsam mit der Bevölkerung, dem Stadtrat und dem Parlament zu gestalten sowie die Stadt zu führen – im Wissen darum, auch einmal unpopuläre Entscheide fällen und vertreten zu müssen – reizt mich insbesondere eine weitere Aufgabe am präsidialen Amt: Das Stadtpräsidium ist die Stimme der Stadt nach aussen. Mit mir können die Stimmberechtigten eine Stadtpräsidentin wählen, die Winterthur ein modernes, soziales, ökologisches, zukunftsgerichtetes und urbanes Gesicht verleiht.